Realschule auf dem Röddenberg
 

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Anekdoten    im Deutschunterricht von Frau Meurer entstanden

Lachen erlaubt: Literatur mit Witz und Charme – Kleine epische Formen im Deutschunterricht

 

Mit Sketchen und  Witztexten startete die Klasse 8b in eine Unterrichtsreihe, die sich mit kleinen, epischen Formen, wie der Anekdote und der Kalendergeschichte befasste. Die Schüler lernten  über die eigene Inszenierung der einfachen Textform Witz, deren gattungsspezifische Merkmale kennen und konnten auf diesem Hintergrund, die Textkriterien der komplexeren Formen von Anekdote und Kalendergeschichte im Vergleich der Textsorten bestimmen. Dabei gelangten sie zu einem differenziertem Verständnis von literarischen Textsorten und begriffen darüber hinaus, dass Literaturerzeugnisse  in keine vorgefertigten Schablonen gepresst werden können, sondern von Autor zu Autor unterschiedliche Gestalten annehmen und höchst variationsreich sein können. Zum Abschluss übten sich die Schüler in der Formulierung eigener anekdotischer Texte, die sie in Partnerarbeit gemeinsam entwarfen und überarbeiteten. Eine kleine Auswahl der Schülerproduktionen ist im Nachfolgenden aufgeführt und beim  Vortragen und Lesen sei dieses Mal ausdrücklich Lachen, bzw. Schmunzeln erlaubt.


 

 

Ein Licht geht auf

Ein junges Mädchen war an einem Morgen beim Augenarzt und bekam Augentropfen. Währen sie mit ihrer Mutter nach Hause ging, war sie so gut wie blind. In dem Moment, als ihnen eine Gruppe junger Männer entgegen kam, rannte das junge Mädchen gegen eine Straßenlaterne und sprach verlegen: ,,Oh, ich glaub mir geht gerade ein Licht auf!" 

Von: Bianca Behnke und Julia Kaminski  Klasse:8b

 
 
   

Das bleibt mein Geheimnis 

Einst stand der Torwart Jens Lehmann motiviert auf dem Spielfeld. Bis zur 80 Minuten waren alle Spieler damit beschäftigt, ihre Positionen einzuhalten, bis auf Jens Lehmann. Er verließ plötzlich das Spielfeld, sprang hinter die Bande und kam kurze Zeit später sichtlich erleichtert zurück. Auf die Frage was er hinter der Bande getan hätte, antwortete er: ,, Jeder Mensch hat das Bedürfnis ab und zu mal auszutreten.“

 

 



Die Brille

Es war der 24 November und viele Leute hatten sich schon auf das größte Fußballturnier gefreut.
Die Halle füllte sich rasch bis der letzte Platz vergeben war. Das Turnier fing an und es war eine riesige Stimmung, als ein kleiner Junge, vermutlich nicht älter als 6 Jahre, einen Mann fragte ob er nicht wüsste, wo seine Brille sei. Der Mann schmunzelte und sagte zu ihm: ,,Auf deinen Kopf mein Lieber‘‘ und ging sein Lachen verkneifend weg.
  Lennart Merten 8b

 

        Nichts getan und trotzdem schuldig

Eines Abends spielte Paul ein Spiel auf dem Computer. Der Vater fragte ihn, ob er den Hund hinausbringen könnte. Auf diese Frage antwortete er nur: “JA, JA, JA, nach dem Spiel mache ich es!“ Der Vater vertraute im und sagte nichts weiter. Kurze Zeit später gingen die Eltern auf ein Fest und hatten dort viel Spaß. Doch ihre gute Laune war nur von kurzer Dauer, denn ihr Hund erwartete sie schon an der Haustür, vor die er ein Haufen gemacht hatte, in den wiederum der Vater hineintappte. Der Vater war wütend und stürmte in das Zimmer von Paul, der die ganze Zeit am PC gesessen hatte und schimpfte: „Dich lassen wir nie wieder allein zu Haus!“ Nun kam die Mutter in das Zimmer und Paul fragte sie verdutzt: “ Was habe ich denn getan?“ Daraufhin antwortete diese ganz schlicht: „Einfach “NICHTS“!“ und ging aus dem Zimmer.

   

 
   

Früh übt sich

las hatte im Kindergarten Waldwoche und seine Mutter wollte ihn zu dem vereinbarten Treffpunkt bringen. Als sie ausgestiegen waren, gingen sie zu den anderen Kindern und seine Mutter sprach noch mit der Kindergärtnerin: ,,Guten Morgen, Frau Mackensen, wie geht es ihnen?“.In diesem Augenblick dachte sich Silas, wie cool es wäre auf die Hupe zu drücken. Also lief er zum Auto, setzte sich herein und bemerkte, dass der Schlüssel steckte. Niemand bemerkte sein Verschwinden. Er drehte den Schlüssel herum und drückte auf die Hupe, dabei löste er versehentlich die Handbremse und das Auto rollte los. Zum Glück stand die Autotür auf und die Mutter konnte schnell herbeispringen und das Auto zum Stehen bringen.

 

 

                                                                                                                                        19.9.2011

Schularbeit 

Eine  Anekdote  von  Sarah Portz                                                                                                                                                                                                                                                            

Zwei Mädchen hatten vor dem Einkaufszentrum Rewe Flyer verteilt, als auf einmal ein langhaariger Mann an den beiden Mädchen vorbeiging. Er sah nicht so aus, als würde er einen Flyer wollen .Er beachtete gar nicht, dass wir ihm einen Flyer anboten.
Er drehte sich in die andere Richtung um und setzte sich hin; er schien auf jemanden zu warten.
Kurze Zeit später kam eine ältere Frau aus dem Markt und als die Mädchen ihr eine Flyer gaben, nahm sie ihn dankend an.
Die Mädchen berichteten der Frau über den Mann, der  ihnen nicht gerade sympathisch erschien  und auch von ihnen keinen Flyer annehmen wollte! Doch die Frau antwortete amüsiert:“Diese unheimliche Person ist zufälligerweise mein Mann!“


 

 

Das verlorengegangene Kind 

Einst war der kleine Gustav mit seiner Großmutter allein zu Haus. Da seine Eltern nicht im Haus waren, musste sie auf ihn achtgeben. Als Gustav nach einem anstrengenden Tag müde ins Bett fiel, wachte er kurze Zeit später wieder auf und suchte verzweifelt seine Großmutter. Als er diese nicht auffinden konnte, legte er sich verzweifelt auf eine Bank im Keller und schlief ein. Als seine Großmutter noch einmal nach ihm sah, bemerkte sie, dass Gustav verschwunden war. Deshalb geriet sie in Panik und bekam schreckliche Angst. Sie durchsuchte das ganze Haus, jeden Winkel und jede Etage von oben bis unten, von links nach rechts und von vorne bis hinten, doch vergebens. Deshalb rief sie entsetzt die Eltern an, die kurze Zeit später eintrafen. Letztendlich fanden sie ihn schlafend auf der Bank im Keller. An dieser war die Großmutter mehrere Male blind dran vorbeigelaufen. Vielleicht lag es daran, dass sie zu sehr in Panik geraten war, oder vielleicht aber auch daran, dass sie vergessen hatte, ihre Brille aufzusetzen.

Gustav Waldmann                                                       Marco Mührenberg

 

 
http://www.bilderkiste.de/galleryscript/gallery/cliparts/ca-1000233-schlafen.gif  

Lyrisches auf einen Blick 

Nachdem sich die Schüler der Klasse 9a zunächst auf analytischem Wege mit klassischen, lyrischen Texten auseinandergesetzt hatten, lernten sie im Laufe der Unterrichtsreihe experimentelle Dichtkunst am Beispiel konkreter Dichter des 20. Jahrhunderts kennen. Hier erlebten sie Lyrik unter anderem als akustische Phänomene und optische Form- und Figurenspiele, die als Schreibimpulse für eigene Textproduktionen dienten. Die Schüler machten sich mit dem historischen Kontext so genannter Figurengedichte vertraut, orientierten sich dann an der traditionellen Gedichtform des Akrostichon und schrieben anschließend analoge lyrische Texte zu verschiedenen thematischen Schwerpunkten. Diese erfasst der Leser dank der „einfachen“ Form auf einen Blick.

 

 

T  räume sind Schäume

R  aunt man sich zu

A  ber jeder Traum ist

U  rheber

M  ysteriöser neuer Welten

T  rauer kann man dort vergessen

R  egenbogen lecker essen

A  uch Liebe kann man dort empfinden

U  nmögliches ist dort nicht zu finden

M  eine Welt der Träumerei

T  räume sollte man erleben

R  eisen in ihnen das kann jeder

A  uch wenn manche in ihm beben

U  nd man schwebt wie eine Feder

M  an sollte ihn einfach mal erleben

L  eidenschaft, die sie braucht

I   ch liebe dich, zeigt dir das Gefühl

E  motionen machen sie besonders

B  erührungen, das Gefühl von Nähe

E  wigkeit, sie wird immer bei dir sein

 - spürst du sie?

L  iebe ist sehr viel dabei

I   mmer für immer zusammen

E  hrlichkeit, man vertraut und liebt

B  indung, man kann nicht ohne den anderen

E  rleben, man verbringt sehr viel Zeit miteinander

   - Ist die Liebe stark genug?

S elten vergeht

E in Tag ohne

H erzzerreißende Gedanken

N ie werde ich vergessen

S agtest, du willst mich nicht

U nterwerfe mich dem

Chaos im Herzen

T auche ich hinab in die Stille                                  Kristin Hansel

T  Räumen tut man jede Nacht

R  eckt und streckt sich, wenn man erwacht

A  benteuer erwarten mich im Schlaf

U  nd am Tag

M  ach´ ich mir zu viele Gedanken

 - doch es ist alles nur ein Traum

 

 
       
       
 

Lyrisches Intermezzo

 

Einen gelungenen Einstieg in die Unterrichtseinheit Lyrik bildeten die Gedichtproduktionen der Schüler der Klasse 10b, die auf dem textproduktiven Wege ihre Kenntnisse und Transparenz lyrischer Gestaltungsmittel unter Beweis stellten. Sie befassten sich zunächst formal und inhaltlich mit motivähnlichen Gedichten klassischer und moderner Dichter und entwickelten anschließend in Partnerarbeit nach assoziativer Wortfeldarbeit ihre eigenen Gedichte. Die entstandenen Schülerarbeiten zeigen ein interessantes und abwechslungsreiches Spektrum lyrischer Texte, die sich nicht nur sehen, sondern vor allem hören lassen.

 

 
 
   
 

Die Piraten ARRRR!!!

Captain wir sind in Gefahr ! Die Feinde kommen sehr nah,

Sie wollen uns ausrauben ! Jetzt werfen sie mit Schrauben.

Der Captain wusste nicht, was geschah, als er die großen Schrauben sah.

Er sagte ARRRR !" macht die Waffen klarr ".

Die Männer holten die Kanonen, um deren Arsch zu versohlen.

Der Himmel wurde rot die Farbe bringt den Tod.

Die Feinde sind nun besiegt jetzt sind wir sehr beliebt.

 

 
   

Das Meer

Es war einmal ein Mann,
er zeigt uns was er kann.

Er ging am Meer spazieren,
und das auf allen vieren.

Doch plötzlich kam ein Hund
mit einem großen Mund.

Er ging am Meer spazieren,
und das auf allen vieren.

Auf einmal kam ein Huhn

das hatte viel zu tun.

Sie musste zu ihrem Mann,
der sehr viel kann.

Der Mann und der Hund
wussten nicht, was geschah.
Doch sie ahnten die Gefahr.

Die Hühner hatten sich vermehrt,
jetzt merkt man ihren Wert.

Als der Strand voll mit Hühnern war,

rannten sie davon,

DAS WARS . 


Hoffnung

Endlose stille auf dem Meer, hier ist niemand, es ist so leer.

Gibt es noch Hoffnung? oder sind wir verloren?

An diesen einsamen Ort, spricht keiner ein Wort.

Selbst der Wind schweigt Stille und die Wellen ruhen, wo ist nur der Wille?

Nun stehe ich hier allein,

bin verletzt, doch dabei denke ich jetzt,

die Hoffnung stirbt zuletzt.

von Marie & Debby

 
   

Auf den Spuren eines Helden
- Literatur im Klassenzimmer

 

Literaturszenen der besonderen Art gestalteten die Schüler der Klasse 9b nach der Auseinandersetzung mit dem Jugendroman „Der Fänger im Roggen“ von J.D. Salinger. Zunächst erarbeiteten die Schüler die Romanstruktur, dessen formale und inhaltliche Merkmale und erstellten anschließend eine Literaturmappe, in der sie auf Arbeitsvorlagen sowohl textanalytische als auch textinterpretatorische Fragen beantworteten. Über szenische Darstellungen, wie z.B. Familienstandbilder, fiktive Dialoge mit dem Helden und einer Protagonistenaufstellung, gelang den Schülern anschaulich die Identifikation mit den Handlungsfiguren und dem Helden des Romans.  Darüber hinaus übernahmen oder wechselten die Schüler die Erzählperspektive des Romans und verschafften sich auf diesem Wege ein differenziertes Verständnis von Literatur. Erzähltechniken, Erzählstrukturen und Schlüsselstellen des Romans wurden nicht nur theoretisch erläutert, sondern in schriftlichen Produktionen transparent und in den szenischen Darstellungen optisch konkretisiert. Eine Text – Bild Collage diente zur Dokumentation des Arbeitsprozesses und des Romanverlaufs und als Kulisse für Photosequenzen zum Roman.

 
   
 
 
   

 

 

 

IDie Klasse 10 - Voll im Bilde ! 

Im Rahmen des Deutschunterrichtes behandelten Schüler der Klasse 10c die Kurzgeschichte „ Fenstertheater“ von Ilse Aichinger. Im Vordergrund stand der handlungs- und produktionsorientierte Umgang mit der literarischen Gattung. Die Schüler erarbeiteten in Kleingruppen interpretatorische Ansätze zur Kurzgeschichte, indem sie eine Vorgeschichte zum nachfolgenden Text verfassten, einen Perspektivwechsel zur Identifizierung mit den Handlungstypen vornahmen, mit der Erzähltechnik experimentierten, die Textsorte wechselten und den Inhalt der Geschichte visualisierten. Das Ergebnis dokumentiert, wie erfolgreich und engagiert die Schüler sich ein „ Bild“ von Literatur gemacht haben.