|
|
|
Schüler der Realschule
Osterode packen 5 Tage lang im Wald mit an
22 Realschulschüler und Schülerinnen
der Klasse 8d von der Realschule Osterode erlebten kürzlich eine
außergewöhnliche Klassenfahrt, einen sog. Jugendwaldeinsatz im niedersächsischen
Jugendwaldheim (JWH) Oerrel in der Lüneburger Heide. Es war für die Schule der
erste Jugendwaldeinsatz – und vermutlich nicht der letzte. Klassenlehrerin
Andrea von Gersdorff: „Vieles weicht bei einem Jugendwaldeinsatz von einer
herkömmlichen Klassenfahrt ab.“ Da ist zum einen die jeweils 6-stündige
morgentliche Waldarbeit unter Anleitung von Forstwirten des JWHs. Ferner lebt
die Gruppe nur für sich im Jugendwaldheim und ist dabei u. a. auch – unter
Anleitung einer Wirtschafterin - für die Sauberkeit des Hauses und die
Verpflegung verantwortlich. Der Leiter des Hauses – Förster Frank Zweers –
begleitet die Gruppe dabei während des gesamten Zeitraumes – normalerweise 12
Tage. Auf speziellen Wunsch – sozusagen als „Versuchsballon“ - wählte die
Realschule Osterode zunächst einen 5-tägigen Aufenthalt. So konnten leider auch
nur wenige der vielen waldbezogene und Team bildende Nachmittagsaktivitäten des
Försters wahrgenommen werden. Die Wald-Erlebniswanderung mit Teamaufgaben für
die gesamte Gruppe und Durchquerung einer Moorfläche war aber ein echtes
Highlight. Das alles zusammen ergibt eine ganz intensive Beschäftigung mit den
Themen „Wald“, “Forstwirtschaft“ sowie „Nachhaltigkeit“, und praktisch nebenher
wird das Sozialverhalten der Schüler trainiert und gefestigt. Von Gersdorff
hierzu: „Das ist schon ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten, dem
JWH-Team, den Schülern aber auch für uns Lehrer.“ Denn auch letztere sind bei
allen Aktionen und der Waldarbeit immer aktiv mit dabei. Und die geleisteten
Arbeiten im Wald können sich sehen lassen, schließlich haben sie viele Hundert
junge Roteichen von störender Begleitflora befreit, rund 600 laufende Meter
Pirschwege gepflegt, sog. Kiefernanflug aus einer
rund Jörg Richter – zweiter begleitender
Lehrer – erklärt dann noch kurz das CO2-Programm des Jugendwaldheimes. Für die
gesamte Gruppe wurde während des Aufenthaltes zweimal eine CO2-Bilanz erstellt.
In diese Bilanz fließt der Energieverbrauch im Haus, das Arbeitsverhalten der
Schüler und sog. Bonuspunkte für z. B. CO2-mindernde Ernährung (Wildfleisch,
Vegetarische Kost) und das Aufsuchen der Arbeitsstellen mit dem Fahrrad ein.
„Bei unserer ersten Bilanz hatten wir einen recht hohen Energieverbrauch und
somit viel zu viel CO2 ausgestoßen. Unser Arbeitsverhalten war auch noch nicht
optimal.“ Nach dieser ersten Bilanz ging ein richtiger Ruck durch die Klasse;
dieser Wert musste verbessert werden, denn schließlich wurde von Förster Zweers
für jede Wer jetzt Interesse an einen Jugendwaldeinsatz in
Niedersachsen hat, findet weitere Informationen dazu unter
www.landesforsten.de/Jugendwaldheime-Wald-hautnah.1584.0.de oder unter
www.sdw-nds.de.
|